Eingang zum Verlagsgebäude der Hamburger Morgenpost.
Foto: dpa/Daniel Bockwoldt

Berlin - Die Kölner DuMont Mediengruppe, der bis Mitte 2019 auch die Berliner Zeitung gehörte, hat nach Informationen dieser Redaktion die „Hamburger Morgenpost (Mopo)“ an den IT-Manager Arist von Harpe verkauft. Von Harpe ist bisher Marketingchef der Karriereplattform Xing, deren Hauptgesellschafter das Münchner Medienhaus Burda („Bunte“, „Focus“) ist.

Für DuMont ist der Manager kein unbekannter. Er firmierte bis Ende 2017 als Managing Director des Hamburger Social-Media-Dienstleisters Facelift. Ende 2016 übernahm DuMont 75 Prozent der Anteile von Facelift.

Negativer Kaufpreis für die „Hamburger Morgenpost“

In Branchenkreisen heißt es, für die hochdefizitäre „Hamburger Morgenpost“ sei ein negativer Kaufpreis fällig geworden. Mit anderen Worten: DuMont habe von Harpe für die Übernahme des Boulevardblatts Geld zahlen müssen. Der fällige Betrag dürfte aber geringer als vier Millionen Euro sein.

Dem Vernehmen nach hatte die bisherige Geschäftsführerin der Zeitung, Susan Molzow, die ursprünglich die „Mopo“ selbst übernehmen wollte, einen Betrag in dieser Höhe von DuMont gefordert. Ihre Gespräche mit den Rheinländern sollen bereits Ende 2019 gescheitert sein.

Dass von Harpe alle 73 Mitarbeiter der Boulevardzeitung übernehmen wird, gilt als unwahrscheinlich.

Update: DuMont hat den Verkauf an von Harpe mittlerweile offiziell bestätigt.