Berlin - Die E-Scooter seien für das Unternehmen „nur der Anfang“, sagte Lawrence Leuschner, Chef des Berliner Start-ups Tier Mobility, vor wenigen Wochen im Gespräch mit dieser Zeitung, nun gibt es das nötige Kapital für die weitere Entwicklung. Wie am Dienstag bekannt gegeben wurde, sammelte der E-Scooter-Verleiher vom Potsdamer Platz bei Investoren insgesamt 250 Millionen US-Dollar oder 211 Millionen Euro ein. Seit der Gründung vor zwei Jahren bekam das Unternehmen von Kapitalgebern mehr als 340 Millionen Euro. Angeführt wurde die jüngste Finanzierungsrunde vom japanischen Softbank-Konzern, der in Berlin unter anderem auch an Auto1 und Getyourguide beteiligt ist und nun erstmals in Tier investierte – wenigstens 105 Millionen Euro.

Viel Geld, das das junge Unternehmen ungewöhnlicherweise aber nicht zum Überleben braucht. Denn Tier – der Firmenname ist übrigens ein Kunstbegriff und hat keine tiefere Bedeutung – ist bereits seit dem Sommer profitabel. Damit, so Tier-Chef Leuschner, habe man die Grundlagen geschaffen, „um den Weg zu einer nahtlosen und nachhaltigen Mobilität anzuführen“. Jetzt geht es also um Expansion, wobei Leuschner die Zusammenarbeit sucht. „Gemeinsam mit städtischen und nationalen Behörden werden wir die besten Lösungen entwickeln, um eine sichere, hocheffiziente und nachhaltige Bewegung von A nach B zu gewährleisten“, sagt der 38-Jährige.

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