Berlin - Mitten in die beginnende dritte Corona-Welle platzte am Montag eine Nachricht, auf die Politik und Bürger gerne verzichtet hätten: Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) empfahl nach Fällen von Hirnvenen-Thrombosen, den Corona-Impfstoff von Astrazeneca vorerst nicht mehr zu verwenden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verkündete daraufhin die Aussetzung.

Jetzt ist die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) am Zug. Doch auch wenn der Impfstoff wieder freigegeben wird, droht dem Hersteller ein Imageschaden. Kann das Unternehmen möglicherweise auf Schadensersatz klagen? Im Interview mit der Berliner Zeitung erklärt der Jurist Alexander Ehlers, wann der Schutz der öffentlichen Gesundheit nationale Alleingänge legitimiert – und wie schwierig es ist, Kausalität vor Gericht nachzuweisen.

Herr Ehlers, Deutschland und andere EU-Staaten haben die Impfungen mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca ausgesetzt, nachdem es Berichte über Blutgerinnsel in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen gegeben hatte. Ist die Entscheidung richtig?

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