Wenn Paare mit Kindern sich trennen, wirft das oft auch finanzielle Fragen auf, die für alle Beteiligten sehr belastbar sein können. Der Elternteil, der nicht bei den Kindern wohnen bleibt – in der überwiegenden Zahl der Fälle ist das nach wie vor der Vater – ist nach der Trennung verpflichtet, an seine Kinder Unterhalt zu bezahlen. In der etwas undurchsichtigen Terminologie des Unterhaltsrechts spricht man, obwohl der Unterhalt praktisch immer bargeldlos überwiesen wird, von „Barunterhaltspflicht“, und die Unterhaltszahlung wird manchmal als „Unterhaltsrente“ bezeichnet, auch wenn die meisten unterhaltsberechtigten Kinder weit vom Rentenalter entfernt sind.

Die Höhe des zu bezahlenden Kindesunterhalts wird in der Regel nach der sogenannten Düsseldorfer Tabelle festgelegt. Sie besteht aus zwei Tabellen. Die erste Tabelle findet sich prominent platziert auf Seite 1, die zweite auf Seite 7. Nach der Tabelle auf Seite 1 haben Kinder unter sechs Jahren einen Mindestunterhaltsanspruch von 393 Euro pro Monat. Bei Kindern zwischen sechs und elf beträgt er 451 Euro und bei Kindern zwischen zwölf und 17 Jahren 528 Euro. Alle im Artikel angeführten Beträge beziehen sich auf das Jahr 2021. Die Unterhaltspflichten werden ja Jahr für Jahr angepasst. Wichtig ist auch zu wissen: Die hier angeführten Beträge auf Seite 1 der Düsseldorfer Tabelle gelten, wenn der unterhaltspflichtige Elternteil unter ca. 1900 € netto pro Monat verdient. Verdient er mehr, liegen die Beträge höher.

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