Berlin - Wenn Deutschland seine Braunkohlekraftwerke abschaltete, würde das derzeit so ferne Klimaziel für 2020 deutlich näher rücken. Umweltschützer und die Branche der erneuerbaren Energien fordern deshalb vehement einen schnellen (Braun-)Kohleausstieg. Doch so einfach wird das nicht werden. Vor allem die mächtige Kraftwerks- und Kohlegewerkschaft IG BCE hat einiges dagegen. 2018 wird das Jahr der Entscheidung. Die mutmaßlichen Großkoalitionäre aus der Union und der SPD müssen die Weichen stellen.

Die Rechnung, die der Schnellabschaltung der Braunkohlemeiler zugrunde liegt, sieht im Groben so aus: Hierzulande wurden 2017 beim Verwandeln des fossilen Brennstoffs in elektrische Energie 162 Millionen Tonnen Kohlendioxid in die Luft geblasen. Das entspricht 18 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen. Fallen diese weitgehend weg, würde Deutschland schon auf eine Minderung der CO2-Ausstoßes um die 36 Prozent im Vergleich zu 1990 kommen. Experten des Fraunhofer Instituts für solare Energiesysteme haben dies hochgerechnet. 

Zahlreiche Werke müssen stillgelegt werden

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