Nicht jede Null-Prozent-Finanzierung ist beim genaueren Hinsehen auch eine solche - manche sind etwa kreditkartenfinanzierte Produkte. 
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Berlin Null-Prozent-Finanzierung oder Kurzzeitdarlehen: Verbrauchern wird es oft einfach gemacht, Kredite aufzunehmen. Verlockende Finanzierungen direkt an der Kasse sind aber nicht immer die beste Wahl, zeigt eine Stichprobe des Marktwächters Finanzen der Verbraucherzentralen über die die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Die Experten untersuchten anhand von 91 Testkäufen, welche Finanzierungsangebote Händler am sogenannten «Point of Sale» anbieten. Dabei zeigten sich mehrere Schwachstellen.

So war die Werbung für die Finanzierung mitunter irreführend. Bei einem der untersuchten Anbieter handelte es sich bei den als Null-Prozent-Finanzierung beworbenen Produkten in Wirklichkeit um kreditkartengestützte Finanzierungen. So wurden zum Beispiel Verträge für Kreditkarten statt einer reinen Absatzfinanzierung abgeschlossen.

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Bei Abschluss von Zusatzprodukten wie Ratenschutz-Versicherungen und Kreditkarten klärten Verkäufer und Finanzvermittler in zehn Fällen die Tester anfangs nicht eindeutig darüber auf, ob diese Zusatzprodukte freiwillig oder verpflichtend sind. Während der Kreditvermittlung wurde die Zusammenarbeit mit Auskunfteien in 35 Fällen nicht klar thematisiert. Nur in 56 Fällen sprachen Verkäufer und Vermittler eine entsprechende Zustimmung zur Datenweitergabe an.