Wie viel Zeit verbringen Sie pro Woche auf diesem Sessel?

In der Regel zwei Tage. Den Rest der Zeit verbringe ich bei Kunden, also bei Banken und Kooperationspartnern.

Wo können Sie am besten entspannen?

Zu Hause mit meiner Freundin, beim Joggen – und im Kino. Ich bin ein leidenschaftlicher Film-Fan.

Wollten Sie schon immer werden, was Sie jetzt sind?

Nein. Ursprünglich habe ich eine Karriere in einem Konzern angestrebt. Mir lag auch bereits ein Angebot für den Posten des Vorstandsassistenten in einem elektronischen Medienkonzern unterschriftsreif vor. Doch dann erhielt ich die Chance, an der Gründung der Software-Firma Datango mitzuwirken. Die Firma gehört heute zu SAP. Seitdem kann ich mir nicht mehr vorstellen, als Angestellter zu arbeiten.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Im Alter von zehn Jahren mit dem Austragen von Werbezeitungen in München. Ich musste in viele Hochhäuser ohne Aufzug. Damit habe ich mir mein erstes Surfboard verdient.

Wer verdient Ihrer Meinung nach zu wenig?

Krankenschwester und Pfleger. Die geraten physisch und psychisch regelmäßig an ihre Belastungsgrenzen. Ich finde es unfair, dass sie für ihre Entscheidung, sich für andere Menschen zu engagieren, finanziell auch noch bestraft werden.

Was würden Sie niemals für Geld tun?

Andere ins Unglück stürzen. Geld ist wichtig, aber nicht alles im Leben.

Welchen Wunsch möchten Sie sich noch erfüllen?

Mit meiner Freundin für ein Jahr auf Weltreise gehen.

Worauf freuen Sie sich, wenn Sie abends nach Hause kommen?

Auf meine Freundin und auf ihre Kochkünste.

Was ist Ihre Lieblings-App?

Als großer Fußball-Fan bin ich begeistert von Onefootball. Da bekomme ich alle Ergebnisse, Tabellen und Spielberichte in Echtzeit.

Wie lautet Ihr wichtigster Rat an Schulabgänger?

Im Leben tun sich viele Abzweigungen auf. Wer sich darin verirrt, braucht viel Energie, um wieder herauszukommen. Deshalb mein Rat: Lieber auf der Hauptstraße bleiben, sprich einen guten Abschluss machen, einen interessanten Beruf wählen und ansonsten auch das Leben genießen. Zum Beispiel durch Reisen. Ich selbst bin sehr viel gereist. Das öffnet den Horizont.

Womit bringt sich ein Bewerber im Vorstellungsgespräch um alle Chancen?

Das kann eigentlich nicht passieren. Wenn wir jemanden einladen, dann haben wir uns das gut überlegt und sortieren ihn nicht gleich aus, wenn er sich etwa aus Nervosität verhaspelt. Wer allerdings arrogant auftritt, wird es bei uns schwer haben.

Was würden Sie mit 50 Millionen Euro in Berlin verändern?

Ich würde das Geld in Kindergärten und Schulen investieren. Deren Zustand ist teilweise ein Armutszeugnis. Wenn wir bei der Bildung sparen, gefährden wir die Zukunft einer Generation.