Leere Bushaltestellen. Auch Schülertransporte sind zum Erliegen gekommen. 
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BerlinBundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plant in der Corona-Krise Nothilfen für die schwer gebeutelte Busbranche. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr, soll damit eine Pleitewelle verhindert werden. Die Lage der mittelständisch geprägten Branche wird wegen der starken Beschränkungen als dramatisch eingeschätzt. Die Busse seien "auf Null" gesetzt worden, Personenverkehr und Bustouristik komplett zum Erliegen gekommen. Reisebusse könnten nicht mehr fahren, auch die Schülerbeförderung dürfte nur langsam wieder in Gang kommen.

Für viele Unternehmen sei dies existenzbedrohend. Zwar müsse aktuell keine Kfz-Steuer gezahlt werden, auch Versicherungsbeiträge könnten gestundet werden - Fixkosten aber müssten weiter gezahlt werden.

Dabei geht es um sogenannte Vorhaltekosten. So müssten weiterhin Kredite getilgt werden. Viele Busunternehmen hätten ihre Flotte in der vergangenen Zeit auf moderne und umweltfreundliche Fahrzeuge umgerüstet, die Anschaffung eines neuen Reisebusses koste 400 000 bis 500.000 Euro.

Deswegen stünden viele Firmen "massiv in der Kreide", hieß es in den Regierungskreisen. Das Verkehrsministerium arbeite deswegen an einem Förderprogramm, um die Firmen bei den Vorhaltekosten zu entlasten. Das Volumen stehe noch nicht fest.