Der Angriff sitzt: „Bayer verlegt immer mehr gefährliche Medikamenten-Tests in arme Länder.“ So lautet der härteste Vorwurf, den Axel Köhler-Schnura am heutigen Freitag auf der Hauptversammlung gegen den Boss des Leverkusener Pharmakonzerns, Marijn Dekkers, erheben will. Seit 30 Jahren prangern Diplom-Kaufmann Köhler-Schnura und seine multinationalen Mitstreiter der Coordination gegen Bayer-Gefahren (CBG) die wechselnden Vorstände auf den alljährlichen Aktionärstreffen an, sich nicht genügend um Menschen und um die Umwelt zu kümmern. Und das alles nur wegen des Profits.

Aktionäre gehören im Allgemeinen nicht zu den schärfsten Kapitalismuskritikern. Köhler-Schnura ist da anders. Dividenden und Kursgewinne lassen ihn kalt. Die Wurzeln der „Coordination“ liegen dort, wo auch der Bayer-Konzern, der heute weltweit mehr als 100.000 Menschen beschäftigt, ursprünglich herstammt, in Wuppertal. In den 70er-Jahren kam es im dortigen Werk des Chemieriesen zu zwei folgenschweren Unfällen; ein Jahr später drohte in einer Fabrik in Dormagen die Katastrophe – hochgiftiges Gusathion wurde freigesetzt.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.