Die Welt der Finanzspekulation hat derzeit ein Lieblingskind: Bitcoin. 1000 Prozent Gewinn in nur einem Jahr verbucht das digitale Zahlungsmittel. Ende November 2016 kostete ein Bitcoin noch 740 Dollar, im März wurde die 1000-Dollar-Marke geknackt, im Mai die 2000-Dollar-Marke und seitdem geht es rasend schnell. Rund 8300 Dollar sind es mittlerweile, und viele Fans der Kryptowährung sehen sich bestätigt. Dabei geschieht derzeit das Gegenteil dessen, was viele von ihnen sich erhofft haben dürften. Denn je höher der Bitcoin steigt, umso weniger kann er die Funktion erfüllen, für die er ursprünglich erfunden wurde: Geld zu sein.

Auf die Welt gebracht wurden Bitcoins als Alternative zu Dollar, Euro und Yen. In den Hochzeiten der vergangenen Finanzkrise häuften Staaten Schulden an, pumpten Zentralbanken Milliarden ins System, man fürchtete eine Hyperinflation. Das Misstrauen in die gängigen Papierwährungen lenkte den Blick auf das digitale Geld, das durch ausgefeilte Technik für geschäftliche Transaktionen genutzt werden kann – ein Zahlungssystem ohne spekulierende Banken und kontrollierende Staaten. Bitcoin versprach Stabilität und Anonymität.

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