Berlin - Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hat sich besorgt über den starken Preisanstieg für Agrarflächen in Deutschland gezeigt. Es gebe außerlandwirtschaftliche Investoren, die mit Ackerland spekulierten, gerade in den neuen Bundesländern, sagte Klöckner am Mittwoch in Berlin. „Das ist alarmierend, was dort läuft.“ Teils könnten auch Pachtpreise nicht mehr durch die Erlöse der Betriebe finanziert werden. Zudem gebe es auch Auswirkungen auf das Leben in den Dörfern, wenn nur zwei, drei Mal im Jahr Arbeiter im Auftrag der Grundbesitzer kämen, die aber nicht dort wohnten.

Ackerland in Bauernhand

Ihr Ziel sei, dass „Ackerland in Bauernhand“ gehöre, sagte Klöckner. Landwirte sollten größere Chancen beim Zugriff auf Flächen erhalten, etwa durch steuerrechtliche Änderungen und mehr Transparenz bei bevorstehenden Verkäufen.

Für landwirtschaftliche Flächen mussten Käufer im vergangenen Jahr deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Preise sind in den Jahren von 2009 auf 2018 auf das 2,3-Fache gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete. Für die Entwicklung werden außerlandwirtschaftliche Investoren verantwortlich gemacht, die verstärkt ihr Geld in Agrarflächen stecken. (dpa)