Leag will GigaFactory in der Lausitz errichten

Das Energieunternehmen Leag will in der Lausitz das größte deutsche Zentrum für erneuerbare Energien aufbauen. Mit einer Leistung von sieben Gigawatt könnten...

ARCHIV - Windenergieanlagen stehen neben einer Halle mit Photovoltaik-Anlagen.
ARCHIV - Windenergieanlagen stehen neben einer Halle mit Photovoltaik-Anlagen.Marcus Brandt/dpa/Symbolbild

Leipzig/Cottbus-Das Energieunternehmen Leag will in der Lausitz das größte deutsche Zentrum für erneuerbare Energien aufbauen. Mit einer Leistung von sieben Gigawatt könnten in Zukunft rechnerisch vier Millionen Haushalte sicher mit ökologischem Strom versorgt werden, erläuterte Thorsten Kramer, Vorstandsvorsitzender des Konzerns, am Donnerstag auf dem Ostdeutschen Energieforum in Leipzig. Realisiert werden sollen die Photovoltaik- und Windanlagen bis 2030 auf den Bergbaufolgeflächen in der Region. Bis 2040 soll das Volumen auf knapp 14 Gigawatt anwachsen.

Die etwa 33.000 Hektar großen Tagebauflächen seien „für die Region pures Gold“ und ein Flächenschatz für erneuerbare Energien und vergleichsweise konfliktarm für Naturschutz, Mensch und Umwelt, betonte Kramer. Diese könnten direkt an das deutsche und europäische Hochspannungsnetz angeschlossen werden.

Das Unternehmen aus Cottbus rechnet für den Aufbau der GigawattFactory mit Investitionen von mehr als zehn Milliarden Euro. „Das ganze Projekt ist ein starker Jobmotor für Ostdeutschland. Und es hilft, Energie wieder bezahlbar zu machen“ sagte Kramer. Es würden neue Arbeitsplätze entstehen und der Konzern sei in der Lage, die derzeitigen Mitarbeiter zu qualifizieren. Es brauche aber noch eine Priorisierung von erneuerbaren Energien auf Tagebaufolgeflächen durch den Bund. „Aus den Kommunen, den Ländern Brandenburg und Sachsen und vom Bund kommen sehr positive Signale“, erläutere der Leag-Chef.

Bereits in den kommenden drei bis vier Jahren soll auf den ehemaligen Tagebaustätten ein Solarpark mit der Größe von einem Gigawatt und rund 1,5 Millionen Solarmodule entstehen. Angedacht sei dafür auch eine eigene Modulproduktion“, betonte Kramer.