Mitarbeiter der Textilfabrik Viyellatex in einem Vorort von Dhaka arbeiten in der Produktion und nähen T-Shirts. Das Unternehmen betreibt eine Fabrik mit dem zu der Zeit höchsten Standard und hätte von einem Lieferkettengesetz nichts zu befürchten.
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Berlin - Deutsche Unternehmen haben Erwartungen der Bundesregierung an Menschenrechts- und Sozialstandards in ihren Lieferketten erneut nicht erfüllt, berichtet die dpa. Das ist nach dpa-Informationen vom Dienstag das Ergebnis einer zweiten Fragerunde, die die Regierung unter rund 7300 betroffenen großen Firmen organisiert hat. Damit wird eine gesetzliche Verpflichtung zur Einhaltung der Standards wahrscheinlicher.

Um Auskunft gebeten worden waren 2250 Unternehmen. Davon antworteten diesmal erneut nur 455. Zum Zeitpunkt der Erhebung 2020 haben demnach „deutlich weniger als 50 Prozent der Unternehmen“ mit Sitz in Deutschland und mehr als 500 Beschäftigten die menschenrechtliche Sorgfalt in ihre Unternehmensprozesse angemessen integriert, und zwar so, wie es im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) beschrieben ist, heißt es.

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