In den kommenden Jahren wird mehr Geld in den Bahnverkehr investiert.
Foto: dpa/Arne Dedert

BerlinDie Deutsche Bahn will in den kommenden Jahren mehr als zwölf Milliarden Euro für neue Züge ausgeben. Dies sei eine Rekordsumme in der Geschichte der DB, erklärte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber am Montag in Berlin. Allein im Fernverkehr will der Konzern bis zum Jahr 2026 insgesamt 8,5 Milliarden Euro in neue Züge stecken.

Aber auch für die Modernisierung der Flotte im Regionalverkehr plant der Konzern größere Investitionen. In die Flotten der fünf größten S-Bahnen Deutschlands sollen nach DB-Angaben rund 2,7 Milliarden für neues Design und die Anschaffung neuer Fahrzeuge fließen. Hinzu kommt eine weitere rund eine Milliarde Euro an Investitionen in die Flotten von DB Regio.

Jeder Euro für mehr Schienen und moderne Züge sei gut investiert, betonte Huber. Attraktive Verbindungen zwischen den Metropolen sowie leistungsstarke Mobilität in den deutschen Städten und auf dem Land seien tragende Säulen der Verkehrswende.

Beitrag zum Klimaschutz

Linkspartei-Chefin Katja Kipping forderte unterdessen als Klimaschutz-Maßnahme eine kostenfreie Bahncard 50 für alle Bürgerinnen und Bürger. Anstelle der Subventionierung von Elektroautos solle es lieber diese Bahncard kostenlos für alle geben, sagte sie der Rheinischen Post aus Düsseldorf. E-Autos könnten sich nur Menschen leisten, die mehr als 30.000 Euro für einen Wagen übrig hätten, merkte Kipping an.

Die Bahncard 50 der Deutschen Bahn kostet derzeit 255 Euro pro Jahr in der zweiten Klasse. Mit der Karte erhält die oder der Reisende für Fahrten innerhalb Deutschlands einen Rabatt von 50 Prozent auf die sogenannten Flexpreise und einen Rabatt von 25 Prozent auf die Super-Spar- und Sparpreise.

Kipping forderte noch weitere Verbesserungen bei der Bahn, um deren Beitrag zum Klimaschutz zu steigern. So müsse es etwa mehr Platz für Fahrräder in den Wagen sowie eigene Abteile mit Arbeitsplätzen für Berufspendler geben, die während der Zugfahrt arbeiten.