Berlin - Wer Vertreter von Krankenkassen in Wallung bringen will, braucht nur das Stichwort RSA zu nennen. Nichts treibt die Kassen seit Monaten mehr um als der gemeinsame Finanztopf – der „Morbiditätsorientierte Risikostrukturausgleich“ (Morbi-RSA). Der Mechanismus ist notwendig, weil in Deutschland freie Kassenwahl herrscht und jeder Antragsteller auch genommen werden muss. Der Ausgleich soll dafür sorgen, dass Krankenkassen, die überproportional viele kranke Mitglieder haben, im Wettbewerb finanziell nicht benachteiligt werden.

Durch das 2009 eingeführte Verteilungssystem bekommt eine Kasse für Patienten mit bestimmten schweren oder chronischen Erkrankungen mehr Geld zugewiesen. Berücksichtigt werden 80 Krankheiten, zum Beispiel Epilepsie, Diabetes oder bestimmte Krebserkrankungen. Tendenziell gilt: Je kränker ein Patient ist, desto mehr Geld bekommt die Kasse.

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