Wenn ein Pharmaunternehmen ein neues Medikament entwickelt und zur Marktreife gebracht hat, ist allenfalls die halbe Arbeit geschafft. Schließlich muss das Präparat auch noch so vermarktet werden, dass es von den Ärzten kräftig verschrieben wird. Wie erfolgreich die Firmen dabei sind, auch wenn das neue Präparat Probleme mit sich bringt, zeigt der am Dienstag vorgestellte Arzneimittelreport der Krankenkasse Barmer GEK. Darin beschäftigt sich der Pharmaexperte Gerd Glaeske von der Universität Bremen eingehend mit einem relativ neuen Arzneimittel des Pharmakonzerns Bayer AG. Es geht um den Blutverdünner Xarelto, der zum Schutz vor einem Herzinfarkt oder vor Schlaganfällen eingesetzt wird.

Seit Jahrzehnten gibt es für diesen Zweck bewährte Präparate wie zum Beispiel Marcumar. Unbestritten ist, dass das neue Bayer-Produkt die Anwendung für die Patienten erleichtert, weil bestimmte Untersuchungen nicht mehr erforderlich sind. Gleichzeitig birgt es aber auch Risiken. Denn im Gegensatz zu den bisherigen Präparaten fehlt hier noch ein Gegenmittel, um unerwünschte Blutungen zu stillen. Eine Blutung kann daher tödlich enden.

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