Berlin - Die FDP möchte Partienten die Wahlfreiheit lassen, zu welcher Apotheke sie gehen. Deshalb hat sich die Partei laut deutsche Presse-Agentur (dpa) gegen das Verbot von Versandhandel mit Medikamenten.

Kundschaft soll weiterhin rund um die Uhr Arzneimittel kaufen können – Apotheken dagegen

Ein pauschales Verbot werde abgelehnt, da die Patienten die Wahlfreiheit haben sollten, beschlossen die Liberalen auf ihrem Bundesparteitag am Sonntag in Berlin. Die flächendeckende Versorgung mit rezeptflichtigen Arzneimitteln rund um die Uhr solle ebenso erhalten werden wie die qualifizierte Beratung von Patienten.

Die deutschen Apotheker fordern ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Medikamenten. Sie warnen, durch Versandhandelskonkurrenten drohe ein Apotheken-Sterben auf dem Land.

SPD befürchtet Apotheken-Sterben auf dem Land

Die Union teilt die Bedenken, die SPD sieht den Versandhandel jedoch gerade für ländliche Regionen als Vorteil. Auf ein Verbot konnte sich die große Koalition daher nicht einigen. „Wir setzen uns für faire Rahmenbedingungen zwischen inländischen Apotheken und in- und ausländischen Versandapotheken ein und möchten die inhabergeführten Apotheken in Deutschland stärken“, heißt es nun in dem Wahlprogramm der FDP.

Wahlfreiheit

„Ein pauschales Versandhandelsverbot von rezeptpflichtigen Arzneimitteln lehnen wir ab, denn jede Patientin und jeder Patient sollte die Wahlfreiheit haben, von wem er sein rezeptpflichtiges Arzneimittel bezieht.“ Zum Abschluss ihres dreitägigen Parteitags will die FDP am Sonntag ihr Wahlprogramm beschließen. Die Liberalen hoffen auf einen Wiedereinzug in den Bundestag bei der Wahl im September. (dpa)