Neuwagen in einem Auslieferungslager.
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BerlinDie Mehrheit der Bundesbürger lehnt eine mögliche Kaufprämie für Neufahrzeuge ab. 63 Prozent gaben in einer Umfrage an, sie seien gegen solche staatlichen Anreize beim Auto-Kauf, welche die Hersteller wegen der Corona-Krise fordern. 22 Prozent waren der Meinung, es sollte Kaufanreize nur für klimafreundliche Autos geben, wie eine aktuelle Umfrage des Marktforschers Infratest dimap unter gut 1000 Menschen für den ARD-Deutschland-Trend zeigt. Nur zwölf Prozent befürworteten eine Kaufprämie für alle Neufahrzeuge.

Am Dienstag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit der Autobranche über Konjunkturmaßnahmen in der Corona-Krise beraten. Beschlüsse soll es im Juni geben. Dabei geht es auch um den Vorschlag einer Kaufprämie, bei der der Staat einen Teil des Preises von Autos übernehmen soll. Die Autobranche fordert die Anreize, um die eingebrochene Nachfrage anzukurbeln. Dabei verlangen die Hersteller Prämien sowohl für E-Autos als auch für moderne Verbrenner.

Anhänger aller im Bundestag vertretenen Parteien lehnen Kaufprämien laut der Umfrage von Anfang Mai mehrheitlich ab. Am stärksten ist das Nein ausgeprägt bei Anhängern der Linken: Hier sind drei Viertel (74 Prozent) grundsätzlich dagegen. Unter den Anhängern der AfD hingegen befürwortet jeder Dritte (34 Prozent) eine Kaufprämie für alle Neufahrzeuge. Bei den Grünen befürwortet jeder Dritte (35 Prozent) eine Kaufprämie nur für klimafreundliche Neufahrzeuge.

In der Corona-Krise bewerten darüber hinaus 67 Prozent der Deutschen die wirtschaftliche Lage hierzulande als weniger gut bzw. schlecht. Ein Drittel (32 Prozent) sieht sie als sehr gut oder gut; dies sei der niedrigste Wert im «ARD-DeutschlandTrend» seit der Finanzkrise 2008, hieß es. Noch im März hatten zwei Drittel der Deutschen die wirtschaftliche Lage als sehr gut bzw. gut bewertet und nur ein Drittel (33 Prozent) als weniger gut bzw. schlecht.