Elektroroller von Emmy auf dem Potsdamer Platz.
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BerlinNach der Rückzugsankündigung der Mietrollerfirma Coup hat der Gründer des Konkurrenzanbieters Emmy, Valerian Seither, angekündigt, sein Geschäft erheblich auszuweiten. „Wir wollen unseren Bestand bis zur Sommersaison 2020 mindestens verdoppeln“, sagte Seither dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Eine genaue Zahl könne er aber noch nicht nennen. Aktuell habe seine Firma knapp 800 Roller in Berlin im Einsatz.

„Obwohl die Branche hart umkämpft ist, ist sie eigentlich attraktiv und valide. Es gibt eine hohe Nachfrage – auch wir merken das“, sagte der Unternehmer. „Wir sehen auf jeden Fall den Weg in die Wirtschaftlichkeit und hoffen, dass wir in etwa in den nächsten 18 Monaten mit Emmy Gewinn machen können.“

Auf Wirtschaftlichkeit bedacht

Zum Rückzug von Coup sagte Seither, er habe nicht damit gerechnet, „dass dort jetzt der Stecker gezogen wird“. Er fügte hinzu: „Wir hatten zwar gemerkt, dass die von Coup angekündigte Expansion ausgeblieben ist, aber dass es so schlecht um das Unternehmen steht, hätte ich nicht gedacht.“

Zum eigenen Unternehmen sagte Seither: „Wir sind als Startup aber immer auf Wirtschaftlichkeit bedacht und wachsen dafür immer nur Stück für Stück. Das zahlt sich letztendlich aber aus.“

Die Bosch-Tochter Coup hatte vor kurzem wegen zu hoher Kosten angekündigt, das Geschäft mit der städtischen E-Mobilität aufzugeben. Mitte Dezember werden die türkis-schwarzen Leihroller aus Berlin und Tübingen abgezogen. Das Unternehmen war bisher auch in Paris und Madrid vertreten.