Molkereien, Bäckereien und andere Produzenten von Nahrungsmitteln hoben ihre Preise im September um durchschnittlich 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat an, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Berlin mit. Im August hatte es sogar ein Plus von 3,7 und im Juli von 4,1 Prozent gegeben. Die gesamten Erzeugerpreise – zu denen beispielsweise auch Metalle, Holzwaren und Energie gehören – fielen dagegen im September um 0,5 Prozent.

Indikator für Verbraucherpreise

Besonders stark stiegen die Preise für Butter (+32,1 Prozent), Milch (+18,2), Käse und Quark (+8,8). Wein kostete 7,5 Prozent und verarbeitete Kartoffeln 6,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Frisches Brot und Brötchen waren 2,9 Prozent teurer. Dagegen fielen die Preise für Kaffee um 2,5 Prozent, während Fleisch (ohne Geflügel) 2,4 Prozent billiger wurde. Energie kostete 1,4 Prozent weniger, nachdem die Weltmarktpreise für Rohöl wegen der globalen Konjunkturschwäche gefallen waren.

In dieser Statistik werden die Preise ab Werkstor berücksichtigt – also noch bevor die Produkte in den Handel gelangen. Sie gilt deshalb als Indikator für die künftige Entwicklung der Verbraucherpreise. Die Teuerungsrate liegt derzeit mit 1,4 Prozent nahe ihrem Jahrestief. Dafür sorgten vor allem sinkende Energiepreise, während sich Nahrungsmittel mit 4,7 Prozent überdurchschnittlich verteuerten. (Reuters)