143 Autobahn-Baustellen sind in Summe um 5,2 Milliarden Euro teurer geworden.
Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbran

BerlinBei fast 150 laufenden Autobahn-Baustellen ergeben sich gegenüber den ursprünglichen Planungen Mehrkosten in Milliardenhöhe. „Mitte November 2019 waren insgesamt 443 Maßnahmen auf Bundesautobahnen im Straßenbauplan veranschlagt“, heißt es in der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Donnerstag) vorliegt. Gegenüber den ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten sind demnach 143 Vorhaben in Summe um 5,2 Milliarden Euro teurer geworden.

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch übte scharfe Kritik am Vorgehen des Bundesverkehrsministeriums. „Dass jede dritte Baustelle teurer ist als geplant, ist eine bemerkenswerte Minusbilanz der CSU-Minister, die seit zehn Jahren für Autobahnen verantwortlich sind“, sagte Bartsch dem RND.

Das Bundesverkehrsministerium erklärte, einige Maßnahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit sowie Erhaltungsmaßnahmen seien bereits seit mehr als zehn Jahren im Straßenbauplan eingestellt. Sie hätten „alleine aufgrund der erheblichen Baupreissteigerungen in diesem Zeitraum zu dieser Erhöhung beitragen“. Außerdem seien einige Maßnahmen ursprünglich nur mit vorgezogenem Grunderwerb im Straßenbauplan veranschlagt worden.