Berlin - Kritiker bezeichnen sie als Armutsfalle, Befürworter sehen in ihnen hingegen ein Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt – und damit hin zu sozialem Aufstieg. Die Rede ist von Minijobs, oft auch als 450-Euro-Jobs bezeichnet. Doch schon dieser Name kann in die Irre führen. Denn die meisten Minijobber verdienen deutlich weniger Geld. Lediglich 32,59 Prozent erhielten im letzten Jahr ein durchschnittliches monatliches Entgelt zwischen 400 und 450 Euro. Bei rund der Hälfte (48,17 %) waren es nur 300 Euro oder weniger. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann hervor, die der Berliner Zeitung vorliegt. „Die Rede von 450-Euro-Jobs ist eine Mogelpackung, weil die meisten gar nicht 450 Euro verdienen“, sagt Zimmermann.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.