Potsdam - Mit dem Start des 9-Euro-Tickets werden in Brandenburg nach Angaben des Infrastrukturministeriums auf besonders nachgefragten Strecken mehr Züge eingesetzt. Damit solle auch bei hoher Auslastung ein attraktives Angebot im Schienenverkehr gewährleistet bleiben, teilte das Verkehrsministerium am Mittwoch zum Auftakt der Ticket-Aktion mit.

Bei den Cottbuser Verkehrsbetrieben habe es am ersten Tag mit dem Ticket im Berufsverkehr keinen besonderen Andrang gegeben, sagte Sprecher Robert Fischer. „Es war alles ganz normal.“ Auch in Bussen und Bahnen der Potsdamer Verkehrsbetriebe waren nicht mehr Fahrgäste als sonst unterwegs.

Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) betonte, es sei wichtig zu zeigen, dass der öffentliche Personennahverkehr eine Alternative zum Individualverkehr sei. Gerechnet werde mit einer großen Resonanz, vor allem auf ohnehin stark genutzten Pendlerstrecken und Linien zu touristischen Ausflugszielen. Er forderte vom Bund deutlich mehr Regionalisierungsmittel zur geplanten Investition des Landes in mehr Zugkilometer, mehr Service und klimafreundliche Fahrzeuge.

Das 9-Euro-Ticket sei eine gute Möglichkeit, im Sommer durch Brandenburg zu reisen und kostengünstige Ausflüge mit Bus und Bahn zu machen, teilte die Tourismus Marketing GmbH mit. Eine neue Website helfe bei der Planung. Im Blick stünden vor allem auch Nebenstrecken. Informiert werde auch, wie es am Zielbahnhof weiter gehe, wo beispielsweise Fahrräder ausgeliehen werden könnten.

Im Regionalverkehr werden unter anderem die Züge nach Prenzlau und Neustrelitz an die Ostsee (RE3 und RE5) verlängert. Zusätzlich fahren nach den Angaben der ODEG am Samstag und Sonntag Züge von Berlin nach Greifswald und Stralsund und zurück. Ab Mitte Juni sind zusätzliche Züge an Wochenenden und Feiertagen unterwegs zwischen Angermünde und Stralsund mit Anschluss aus und zu den RE3-Zügen in der Verbindung Berlin-Schwedt (Oder).

Zudem gibt es nach den Angaben mehr Sitzplätze am Wochenende auf dem RE7 zwischen Berlin, Beelitz Heilstätten und nach Dessau sowie in der Lausitz auf den Linien RE15 und RE18 zwischen Hoyerswerda beziehungsweise Cottbus und Dresden.