Russland steht vor einem Zahlungsausfall, der Investoren auch im Westen Milliarden kosten dürfte. Der erste Tag der Wahrheit ist Mittwoch, der 16. März: Die Regierung in Moskau muss Zinsen in Höhe von 117 Millionen US-Dollar für in Dollar denominierte Bonds überweisen. Die Gläubiger sind nervös. Die Regierung hat zwar angekündigt, dass alle Schulden bedient werden, allerdings in Rubel, solange die wegen des Krieges verhängten Sanktionen keine Zahlungen in US-Dollar zulassen. Eine Nichtzahlung oder eine Zahlung in lokaler Währung statt in US-Dollar würde allerdings den Prozess der Zahlungsunfähigkeit in Gang setzen. Sie wird als Zahlungsausfall gewertet – mit weitreichenden Folgen: Dem ersten Ausfall könnte eine potenzielle Flut an weiteren Zahlungsausfällen folgen. Die Höhe der Verluste könnte bis zu 150 Milliarden US-Dollar betragen. Betroffen sind Fremdwährungskredite, die sowohl von der Regierung als auch von russischen Unternehmen, einschließlich Gazprom, Lukoil und der Sberbank, zu bedienen sind.

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