Chris Noth, 66, hat sich viel Zeit gelassen, bevor er für die Neuauflage der Erfolgsserie „Sex and the City“ zusagte. Ob das nun ein geschickter Marketing-Schachzug war oder er tatsächlich mit sich ringen musste, sei mal dahingestellt. Aber man hört den Machern der Fortsetzung, die auf HBO Max unter dem Titel „And Just Like That …“ laufen soll, die Erleichterung schon sehr deutlich an: „Ich freue mich sehr, wieder mit Chris zu arbeiten. Wie könnten wir jemals ein neues Kapitel der ‚Sex and the City‘-Geschichte ohne unseren Mr. Big schreiben?“, fragt Produzent Michael Patrick King in einer Mitteilung des Streaming-Anbieters.

Noth wird also noch einmal in seine ikonische Rolle als Kopfverdreher und Carrie-Bradshaw-in-den-Wahnsinn-Treiber zurückkehren. Ebenfalls mit im Boot sind Sarah Jessica Parker (als Carrie), Cynthia Nixon (als Miranda) und Kristin Davis (als Charlotte). Die Dreharbeiten zu den zehn jeweils halbstündigen Folgen der neuen Serie sollen in diesem Sommer in New York beginnen.

Auch Hauptdarstellerin Sarah Jessica Parker, 56, dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein, als Noth zusagte. Seit Monaten rühren sie und die anderen Schauspielerinnen auf Instagram und Co. die Werbetrommel, und versuchen dabei auch zu überdecken, dass einige Ausfälle schmerzen werden. Allen voran hat Fans der Serie enttäuscht, dass von der weiblichen Original-Besetzung Kim Cattrall in der Rolle der Samantha Jones fehlt. Die 64-Jährige hatte ein „Sex and the City“-Comeback stets ausgeschlossen. „Sie wird uns auch fehlen“, schrieb Parker. Dass die Wiedervereinigung an persönlichen Differenzen gescheitert sei, stritt sie stets ab: „Es stimmt nicht, dass ich sie nicht mögen würde. Das habe ich nie gesagt und würde ich nie. Samantha ist nicht Teil dieser Geschichte“, erklärte Parker. Berichte über Unstimmigkeiten zwischen den beiden Darstellerinnen hatte es aber immer wieder gegeben.

Das Revival soll nun den drei Freundinnen auf ihrer „Reise von der komplizierten Realität von Leben und Freundschaften in ihren Dreißigern“ zu der „noch komplizierteren Realität“ ab 50 folgen, heißt es. Die vielfach preisgekrönte HBO-Serie lief in den USA von 1998 bis 2004. Es folgten zwei Spielfilme, in denen auch Chris Noth als Mr. Big mitwirkte.

Über die Teilnahme des auch aus anderen Erfolgsserien („Good Wife“, „Law & Order“) bekannten US-Schauspielers hatte es zuletzt widersprüchliche Berichte gegeben. So hatte die New York Post berichtet, Noth sei beim„ SATC“-Reboot nicht dabei. Noth selbst hielt sich aber ein Hintertürchen offen: Alles ändere sich, auch Ankündigungen, schrieb der Schauspieler als Antwort auf einen enttäuschten Fan-Kommentar bei Instagram. In der „Kelly Clarkson Show“ ließ er zuletzt deutliche Sympathien für die Serie erkennen, die ihn zum Star und zum Sexsymbol machte. Er erinnere sich gern an seine Rolle als Mr. Big, sagte er, und erzählte von seiner Lieblingsszene am Set, in der Sarah Jessica Parker in seinem Bett unfreiwillig pupsen musste. Wer diese Szene kennt, der weiß, warum Mr. Big in der Neuauflage auf keinen Fall fehlen sollte.