Nachdem einige Banken fürs Geldabheben Gebühren verlangen, erwägen nun auch einige Einzelhändler eine Extra-Gebühr für Barzahlungen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).

Demnach habe ein Kunde bei einem Elektrohandel 25 Euro extra zahlen müssen, als der die Rechnung für die Reparatur seines Fernsehers begleichen wollte. Als Grund für das Entgelt sei eine „abweichende Zahlungsart“ angegeben gewesen. Eine andere Zahlungsmöglichkeit sei aber nicht angeboten worden – dies ist laut Verbraucherzentrale rechtswidrig. Gegen das Geschäft wurde mit Erfolg geklagt: Die 25 Euro dürfen nicht mehr erhoben werden.

Die „FAZ“ berichtet weiterhin, dass es ähnliche Taktiken im vergangenen Jahr bei den Flugbuchungsportalen fluege.de und flug.de gegeben hat. Durch zusätzliche Gebühren bei unterschiedlichen Zahlungswegen sollen die Portale eigene Kreditkarten beworben und gefördert haben.

Die Verbraucherzentrale fordert, es müsse kostenfreie Zahlungsalternativen geben. Bargeld solle dazugehören, da Cash auch heutzutage ein beliebtes und für die meisten unverzichtbares Zahlungsmittel ist. (lsc)