Nicht entsorgen: Wo man fürs alte Handy noch Geld bekommt

Köln - Dutzende Millionen alter Handys und anderer Elektronikgeräte liegen ungenutzt in deutschen Haushalten herum. Wer sich beim Frühjahrsputz von seinen Altgeräten trennen will, hat verschiedene Möglichkeiten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen:

Wo kann ich mein altes Handy verkaufen?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten – zum Beispiel Kleinanzeigen in Zeitungen bzw. im Internet oder Online-Auktionsplattformen wie Ebay. Auch Second-Hand-Geschäfte vor Ort nehmen ältere Geräte an. Darüber hinaus gibt es Firmen, die gebrauchte Handys aufkaufen, diese optisch und technisch aufbereiten und weiterverkaufen, etwa „Wirkaufens“, „Zonzoo“, „Momox“ oder „Rebuy“. Die Preise schwanken allerdings stark – je nach Modell und Zustand. „Wirkaufens“ bietet etwa für ein gebrauchtes Nokia-Modell zwischen 29 Cent und rund 400 Euro.

Sinnvoll ist ein Preisvergleich bei verschiedenen Firmen. Einige Mobilfunkanbieter nehmen Altgeräte auch beim Kauf neuer Telefone in Zahlung. Auf der Seite www.vodafonerueckkauf.de können Kunden ein Angebot für ihr gebrauchtes Telefon einholen - abhängig vom Modell, Zustand und Marktwert. Dann muss man das Handy einschicken und warten, bis das Geld überwiesen wird. Bei der Telekom können Kunden ihr ungenutztes Gerät ebenfalls in Zahlung geben und erhalten dafür einen Gutschein.

Wie muss ich alte oder kaputte Handys entsorgen?

Elektronikgeräte darf man nicht einfach in den Hausmüll werfen. Sie müssen von Profis entsorgt werden. Laut Branchenverband Bitkom nehmen Mobilfunkanbieter ihre Geräte kostenlos zurück und spenden dafür oftmals etwas Geld an Hilfsorganisationen oder Umweltschutz-Initiativen. Veraltete oder defekte Geräte können auch über kommunale Recyclinghöfe entsorgt werden.

Welche Alternativen gibt es noch zur Entsorgung?

Verbraucher können ältere, aber noch intakte Geräte auch verschenken, verkaufen oder etwa als Zweithandy selbst behalten. Verschiedene Initiativen sammeln alte Mobiltelefone, um Rohstoffe wiederzuverwerten oder die Telefone in Entwicklungsländer zu verschicken.

Was sollte ich in allen Fällen beachten?

Egal ob Verkauf, Weiter- oder Rückgabe: Alle privaten Daten auf dem Handy wie Adressbuch, Online-Banking-Zugänge sowie Fotos und Videos sollten zuvor gelöscht werden. Mobiltelefone bieten eine Funktion, die sich sinngemäß „Daten löschen und Werkseinstellungen wiederherstellen“ nennt.

Wichtig ist zudem, Speicherkarten aus dem Handy zu entfernen oder mit einem Softwareprogramm zu löschen. Auch von Computern sollten vor dem Entsorgen alle Daten sorgfältig entfernt werden. (gs, mit Agenturmaterial)