Durch die Corona-Beschränkungen werden in der Niederlande derzeit in einem Zug nur 20 bis 25 Prozent der üblichen Anzahl an Reisenden befördert.
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UtrechtDie niederländische Bahn prüft angesichts des wegen der Corona-Epidemie nötigen 1,5-Meter-Abstands zwischen den Reisenden die Einführung einer Reservierungspflicht. Am Freitag sei eine Befragung von 100.000 Pendlern zu ihrem Reiseverhalten in der Krise gestartet worden, teilte die Bahn in Utrecht laut dpa mit. Neben Fragen dazu, ob man verstärkt im Homeoffice arbeitet oder das Auto nimmt, werde geprüft, ob Menschen bereit sind, sich für eine Bahnfahrt im Voraus anzumelden. Online wäre dann einsehbar, wie stark die Züge ausgelastet sind, und die Reisenden könnten besser verteilt werden.

In den Zügen testet die Bahn, inwiefern es mit Abstandsmarkierungen sowie Aufklebern zur Kennzeichnung der benutzbaren Sitzplätze gelingt, die Auflagen zum Infektionsschutz einzuhalten. Außerdem sollen Kunststoffabtrennungen in den Waggons angebracht werden.

Die Corona-Beschränkungen führten dazu, dass in einem Zug nur 20 bis 25 Prozent der üblichen Anzahl an Reisenden befördert werden können, teilte die Bahn mit. Das zwinge zu Maßnahmen, die man normalerweise nicht ergreifen würde. Sichergestellt werden solle auch, dass Beschäftigte in wichtigen Berufen etwa im Gesundheitswesen weiter mit der Bahn zur Arbeit pendeln können.