Sind Sie Nichtraucher? Prima! Dann sollten Sie bei Ihrem Chef um eine saftige Gehaltserhöhung bitten. Warum? Weil Raucher ihre Firma im Schnitt rund 4500 Euro pro Jahr (5800 Dollar) zusätzlich kosten. Das geht aus einer US-Studie der Ohio State University hervor.

Der größte Kostenfaktor bei den Rauchern sind der Studie zufolge die Einnahmeausfälle, die ihre Firmen durch die vielen Zigarettenpausen erleiden: Sie belaufen sich auf durchschnittlich 3077 Dollar im Jahr. Hinzu kommen durch das Rauchen ausgelöste Krankheitstage. Sie schlagen mit 517 Dollar zu Buche. Die verminderte Produktivität aufgrund der Nikotinsucht macht 462 Dollar aus. Und schließlich fallen für US-Firmen, die ihre Mitarbeiter krankenversichern 2056 Dollar an zusätzlichen Ausgaben pro Raucher an. Allerdings zahlen sie auch 296 Euro weniger Rentenbeiträge, weil Raucher früher sterben. Die beiden letzten Posten lassen sich aber auf Deutschland nicht übertragen.

So kommt die Summe von 5800 Dollar zusammen. Geht man davon aus, dass der durchschnittliche Raucher zehn Zigaretten pro Tag während der Arbeitszeit konsumiert und 200 Tage pro Jahr in der Firma verbringt, zahlt die Firma für jede Zigarettenpause fast drei Dollar.

Der Deutsche Zigarettenverband (DZV) hält diese Berechnungen natürlich für absurd: „Das ist wieder ein Versuch, Raucher zu diskriminieren. Am Ende kommt es doch nur darauf an, ob das Arbeitsergebnis in Ordnung ist“, sagte DZV-Geschäftsführer Dirk Pangritz.

Doch auch als Raucher können Sie Kapital aus dieser Nachricht schlagen: Schlagen Sie Ihrem Chef vor, dass Sie während der Arbeitszeit auf Zigaretten verzichten und fordern sie dafür von ihm die Hälfte der Summe, die er so einspart: eine klassische Win-Win-Situation. Die Berliner Zeitung übernimmt allerdings keine Gewähr dafür, dass Ihr Chef Sie mit dem Vorschlag auch ernst nimmt.