Offener Brief: Mitarbeiter warnen Ex-Air-Berliner offenbar vor Jobs bei Eurowings

Berlin - Den Air Berlinern steht eine schwere Zeit bevor. Nach dem Ende des Flugbetriebs bei Air Berlin bleibt hunderten Mitarbeitern nur noch der Gang zur Arbeitsagentur. Zum Beginn des Insolvenzverfahrens am 1. November sind sie freigestellt.

Hoffnung auf neue Jobs macht vielen Ex-Mitarbeitern von Air Berlin Eurowings. Das Tochterunternehmen der Lufthansa hat neue Stellen ausgeschrieben. Doch jetzt warnen angebliche Eurowings-Mitarbeiter in einem offenen Brief vor schlechten Arbeitsbedingungen. Dies berichtet die "Bild"-Zeitung.

"Einen Einblick in die Realität"

In einem Schreiben, das auf dem Portal austrianaviation.net veröffentlicht wurde und von "Kollegen der Eurowings Europe" stammen soll, wird vor einer Bewerbung bei Eurowings gewarnt. "Wir möchten diesen offenen Brief dazu nutzen, um Euch einen Einblick in die Realität bei Eurowings Europe zu gewähren (...)", heißt es in dem Brief.

Eurowings habe noch schlechtere Bedingungen als der sonst so stark kritisierte Konkurrent Ryanair, schreibt der Absender, der sich selbst nicht zu erkennen gibt. Es gebe „keinerlei Altersvorsorge, eine Kündigungsfrist seitens des Arbeitgebers von 15 (!) Tagen, Urlaubsanspruch beruhend auf dem gesetzlichen Mindestniveau des Landes (…), Rentenanspruch teilweise erst nach acht Jahren Einzahlung in das örtliche Sozialsystem“.

Robert Jahn, Geschäftsführer von Eurowings Europe wies die Kritik gegen über der "Bild"-Zeitung zurück: "Wir sagen es klar und deutlich: Dieses Schreiben enthält falsche Behauptungen und ist in hohem Maße geschäftsschädigend". Zu weiteren Behauptungen wolle man sich erst nach einer Prüfung äußern. (OMG)