Paketärger vor Weihnachten: Minister Maas kritisiert „Geschenke, die erst zu Ostern kommen“

Köln - Kurz vor Heiligabend ist kaum ein Gedanke so angstgeschwängert wie der, dass die bestellten Weihnachtsgeschenke nicht rechtzeitig ausgeliefert werden. Oder gar an der falschen Adresse abgegeben werden. Und das, obwohl man selbst hoffentlich alles richtig gemacht hat. Ein Fest unter dem geschmückten Baum, aber ohne Präsente - ein Greuel für viele.

In diesem Zusammenhang hat Verbraucher- und Justizminister Heiko Maas klare Worte an die Paketdienste gerichtet. In einem Interview mit „Bild“ formulierte er überspitzt, dass es nicht sein könne, dass Weihnachtspakete erst zu Ostern ausgeliefert würden. „Die Rechte von Verbrauchern müssen gewahrt werden“, stellte er klar. Insbesondere vor den Weihnachtstagen sei es besonders wichtig, sich auf die Zusteller verlassen zu können.

Zahlreiche Beschwerden online

Grundlos scheint sich Maas gerade jetzt nicht zu äußern. So haben in Nordrhein-Westfalen bei dem relativ neuen Beschwerdeportal des Verbraucherschutzes, Paket-Ärger.de, bereits über 1000 Menschen ihrem Unmut Luft verschafft. Dies legt nahe, dass vor den Feiertagen mehr als sonst schief läuft auf dem Weg vom Dienstleister zum Empfänger. Das bestätigt auch Iwona Husemann von der Verbraucherzentrale.

Selbstverständlich besteht auch einfach die Möglichkeit, dass sich mehr Menschen als sonst äußern, weil das Festtagsglück letztendlich auch von den zufriedenen Blicken der Beschenkten abhängt. Ob die Mahnung des Justizministers Wirkung haben wird, wird man erst im neuen Jahr abschätzen können.