Palladium wird in Elektronik-Elementen verbaut.
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Frankfurt/MainDer Höhenflug von Palladium scheint kein Ende zu nehmen. Der Preis für das Edelmetall, das mittlerweile deutlich mehr kostet als Gold, stieg am Dienstag erstmals über die Marke von 2000 US-Dollar. Im Hoch wurden je Feinunze (etwa 31 Gramm) 2000,35 Dollar erreicht.

Damit ist der Palladiumpreis im laufenden Jahr um rund 57 Prozent gestiegen. Analysten nennen sowohl wirtschaftliche als auch spekulative Gründe für den rasanten Preisanstieg. Zu ersteren gehören Angebotsengpässe, unter anderem aufgrund von Produktionsausfällen in Südafrika. Dort macht vor allem die Stromversorgung Probleme, weshalb immer wieder Minen still stehen und es zu Förderausfällen kommt.

Nachfrage nach Palladium in der Autoindustrie hoch

Hinzu kommt, dass die Nachfrage nach Palladium in der Autoindustrie hoch bleibt, wie Analysten von der Dekabank ausführen. Das Edelmetall wird unter anderem für die Produktion von Benzinkatalysatoren verwendet. Einige Marktkenner nennen daher auch die Teileinigung im amerikanisch-chinesischen Handelsstreit als Grund für den jüngsten Preisschub, weil dies der Automobilnachfrage zugute kommen könnte.

Palladium

Das chemische Element zählt zu den Platinmetallen. Es wurde 1802 durch William Hyde Wollaston entdeckt.

Palladium wird für die Produktion von Drei-Wege-Katalysatoren genutzt. Des Weiteren wird es in der Elektronik, der Zahnmedizin, in Brennstoffzellen und auch in der Schmuckindustrie verwendet.

Vorkommen wurden in Südafrika gefunden, in Montana, Ontario, Russland und den Philippinen.

Allerdings verweisen Marktbeobachter auch auf spekulative Übertreibungen. „Der Preisanstieg scheint übertrieben, ein Ende ist aber nicht abzusehen“, heißt es etwa von den Volkswirten der Dekabank. Ähnlich urteilen die Rohstoffexperten der Commerzbank.