Das Logo der Investitionsbank Berlin.
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Die Ermittlungen der Staatanwaltschaft gegen die Investitionsbank Berlin (IBB) sind die logische Konsequenz von politischen Entscheidungen, deren Grundlage Panik ist und nicht abwägender Sachverstand. Jeder Gründer, der einmal mit der IBB zu tun hatte, weiß, wie verantwortungsbewusst die Bank jeden Antrag prüft. Die IBB hatte trotz der hohen Hürden, die sie für junge Unternehmen errichtete, einen international erstklassigen Ruf. Viele Start-Ups wurden ein Erfolg, die Staatskasse konnte sich über gute Renditen bei neuen Technologie-Firmen freuen. Das ist nicht selbstverständlich, weil in diesem Segment naturgemäß viel Blendwerk im Umlauf ist. Mit den Corona-Soforthilfen betrat die IBB Neuland – auf Geheiß des Senats und durchaus mit einem mulmigen Gefühl. Über Nacht musste Geld in Umlauf gebracht werden. Einige Bedingungen wurden erst nach der Auszahlung veröffentlicht. Viele Freiberufler griffen zu, nicht, weil sie gierig waren, sondern weil die politischen Gremien die Freiberufler gerade in eine blanke Existenzangst getrieben hatten.

Dass ein staatlicher Geldsegen immer auch die kriminelle Energie von einigen befeuert, liegt in der Natur der Sache. Warnungen wurden angesichts der herbeigeredeten Apokalypse ignoriert. Ähnliches gilt für den Staatshaushalt, inklusive der Kurzarbeit. Politik und Verantwortung sind im Bereich der Finanzen entkoppelt. Bis heute ist niemand für das Milliarden-Desaster beim Berliner Großflughafen zur Rechenschaft gezogen worden. Nach dem Corona-Lockdown ist Berlin nicht mehr sexy, aber noch ärmer. Eine Langzeitfolge dürfte sein, dass Banker künftig einen großen Bogen um öffentliche Banken machen werden. Den Schaden tragen nicht nur die Steuerzahler, sondern auch die Institutionen.

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