Berlin - Bulgarien gilt als ärmster Staat der EU. Wenn über das Land am Schwarzen Meer berichtet wird, dominieren oft negative Schlagzeilen über Korruption, Kriminalität oder überbordende Bürokratie. Und dem Land laufen die jungen Menschen davon, um in Westeuropa eine bessere Zukunft zu haben. Doch das alles stimmt zwar, ist aber nur die halbe Wahrheit, denn beinahe unbemerkt von der europäischen Öffentlichkeit hat sich in Bulgariens Hauptstadt Sofia ein lebendiger Tech-Sektor entwickelt, der zunehmend selbstbewusster auftritt. Mit Payhawk macht sich nun ein Start-up aus Sofia auf, den europäischen Markt zu erobern.

Payhawk will die Spesenabrechnung vereinfachen und setzt dafür voll auf digitale Lösungen. „Wir bauen mit Payhawk das Finanzsystem von morgen. Wir ermöglichen es den Finanzteams, alle Unternehmensausgaben wie Firmenkarten, Lieferantenzahlungen, Erstattungen und Rechnungen in einem einzigen System zu verwalten“, sagt Hristo Borisov, der Payhawk zusammen mit Boyko Karadzhov in Sofia gegründet hat. Eine Softwareplattform für Spesenabrechnungen zu entwickeln klingt erstmal spröde, tatsächlich adressiert die Firma damit ein großes Problem für viele Finanzabteilungen. „Wir sind quasi über die Idee zu Payhawk gestolpert. Unser anfänglicher Fokus lag nämlich darauf, eine virtuelle Karte zu schaffen, die Unternehmen vor zu hohen Ausgaben für Abonnements schützt“, sagt Borisov.

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