Nicht nur Menschen auf Jobsuche sind schon darüber gestolpert: peinliche Karrierevideos, nichtssagende Stellenanzeigen, chaotische Jobseiten oder misslungene Social-Media-Auftritte von Unternehmen. Die schlimmsten Ergüsse deutscher Personalabteilungen sammeln und sichten die PR-Experten Henner Knabenreich und Jannis Tsalikis.

Gemeinsam mit Juroren verleihen die beiden jährlich den Negativ-Award für herausragend schlechte Personalmarketing-Maßnahmen, die „Goldene Runkelrübe“. Mitmachen und Vorschläge einreichen kann jeder, und wer möchte, darf sich auch der Jury aus Unternehmensvertretern, Dienstleistern und Bewerbern anschließen.

Eine besonders abschreckende Stellenanzeige kreierte zum Beispiel die Kreissparkasse Birkenfeld: Auf ihrem Plakat stehen sieben Auszubildende neben und auf einer Leiter. Ganz oben auf den Sprossen stehen zwei Männer - die Frauen halten dagegen unten die Leiter. Weil es so diskriminierend rüberkommt, hat das Werbeplakat in diesem Jahr die Goldene Runkelrübe in der Kategorie „Stellenanzeige“ bekommen.

Auf der Homepage findet man auch die diesjährigen Gewinner des Schmähpreises in der Kategorie „Karrierevideo“, ein peinliches Rap-Video der Polizei Nordrhein-Westfalen. Klicken und fremdschämen:

Überhaupt nicht schlau werden Zuschauer wie PR-Experten aus dem Imagevideo des Sämaschinenherstellers Amazone. Zuerst denkt man an ein billig gemachtes Erotikfilmchen, erst später fällt der Groschen: Die sich zärtlich streichelnden und in Leoprint und Leder gehüllten Frauen auf der Wiese sollen vermutlich Amazonen darstellen. Wie die Kriegerinnen aus der griechischen Mythologie sehen sie aber rein gar nicht aus. Und der Bezug zu den herumheizenden Traktoren fehlt auch komplett.

Weitere kuriose, schlecht gemachte oder wenig informative Bewerbungskampagnen von Unternehmen und Behörden haben wir für Sie in unserer Bildergalerie gesammelt - hier sind die Nominierten und Gewinner der Goldenen Runkelrübe: