Berlin - Die Pflegereform, die zum Jahreswechsel in Kraft tritt, soll Verbesserungen für Millionen Menschen bringen. An die Stelle der drei Pflegestufen treten fünf Pflegegrade, die künftig die unterschiedlichen Pflegebedarfe besser abbilden und damit zielgenauere Leistungen ermöglichen sollen. Außerdem wird der Pflegbegriff neu gefasst: Er orientiert sich künftig nicht mehr in erster Linie an körperlichen Gebrechen, sondern an den Fähigkeiten zur Bewältigung des Alltags. Damit erhalten erstmals auch demente Personen in vollem Umfang Leitungen aus der Pflegeversicherung. All diesen Veränderungen fügte die Bundesregierung das Versprechen bei, dass niemand durch die Umstellungen schlechter gestellt werde solle als bisher.

Für einige zehntausend Senioren, die ohne Pflegestufe in Pflegeheimen leben, trifft das allerdings nicht zu. Sofern sie das Heim nicht zur Gänze selbst bezahlen können, erhalten sie  bisher von den kommunalen Sozialämtern einen Zuschuss: die so genannte Hilfe zur Pflege. Sie kann nach Angaben des Pflegeverbands bpa monatlich 1000 Euro und mehr betragen.  Vom 1. Januar an dürften die meisten dieser Pflegeheimbewohner dem Pflegegrad 1 zugeordnet werden. Dann erhalten sie einen „Entlastungsbetrag“ von pauschal 125 Euro pro Monat. Dafür aber entfällt die Hilfe zur Pflege von den Sozialämtern gänzlich.

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