06.05.2020, Spanien, Palma De Mallorca: Blick auf den Strand Es Trenc während der Corona-Pandemie.
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Berlin - Die Bundesregierung hat Österreich, Frankreich, Polen, Belgien und die Niederlande als mögliche Urlaubsländer für den Sommer 2020 angegeben. Thomas Bareiß, Tourismusbeauftragter der Bundesregierung und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, hält aber auch die Balearen und die griechischen Inseln noch für möglich. Er sagte laut BBC, Deutschland bereits mit anderen Nationen darüber gesprochen habe, wie dies geschehen könnte.

Francina Armengol, Präsidentin der spanischen Balearen - einschließlich der beliebten Inseln Mallorca und Ibiza - erwähnte am Dienstag ausdrücklich den deutschen Tourismus, als sie um mehr wirtschaftliche Unterstützung für die Region bat. Laut der spanischen Nachrichtenagentur Europa Press sagte Frau Armengol, Deutschland sei "wesentlich" für den Tourismus auf den Inseln, und sie werde mit dem Land zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Reiserouten "so schnell wie möglich" wiederhergestellt werden.

Ihr Ton hat sich seit dem letzten Monat geändert, als sie die spanischen Behörden aufforderte, die Häfen und Flughäfen der Inseln aus gesundheitlichen Gründen so lange wie möglich geschlossen zu halten. Berichten zufolge erhielt Frau Armengol rund 200 Briefe von deutschen Investoren mit Zweitwohnsitz auf Mallorca, die das Recht forderten, dorthin zu reisen. Sie hat nun die Regierung in Madrid und der Europäischen Union gebeten, einen "homogenen Rahmen auf dem gesamten Kontinent zu schaffen, um die sichere Wiederherstellung der Luftaktivität zu gewährleisten".

Die Hoteliers auf Mallorca rechnen fest damit, dass bereits Anfang Juli die ersten ausländischen Touristen kommen. Man wolle nach dem Deeskalationsprozess in der Coronakrise schnell zur Routine zurück. Urlauber werden seinen Angaben zufolge vor allem aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Dänemark kommen. Erst würden die Sitzplätze in den Flugzeugen vergeben, dann würden Flugrouten eingerichtet.

Der griechische Tourismusminister Haris Theocharis sagte der BBC, dass sein Land plane, sich schrittweise für Besucher zu öffnen. "Reisen auf der Straße ist anfangs sicherer als Fliegen und wir werden diese Art von Touristen früher sehen", sagte er.

Die angekündigte Wiederbelebung des Tourismus in Griechenland zum 1. Juli ist jedenfalls geplant. Die Regierung in Athen hat die Öffnung des Landes für Gäste aus dem Ausland beschlossen. Bis zum 15. Mai werde man Einzelheiten dazu mitteilen, hieß es. Allerdings müsse zunächst das Thema der hygienischen Bedingungen für Flüge in Corona-Zeiten geklärt werden. Dem Tourismus als wichtigstem Bereich der griechischen Ökonomie droht dieses Jahr wegen der Folgen der Corona-Pandemie eine Katastrophe.