Die Preise für viele Rohstoffe steigen derzeit angesichts des Kriegsausbruchs in der Ukraine und der scharfen Sanktionen gegen Russland massiv. So steuerten am Dienstag auch die Preise für Aluminium auf ein Rekordhoch zu. Wie Reuters berichtet, waren der Grund dafür vor allem Bedenken der Anleger, was die Lieferungen des Unternehmens Rusal betrifft. Rusal hat seinen Sitz in Moskau und produziert das Leichtmetall.

Die Preise für Aluminium hatten bereits am Montag ein Rekordhoch erreicht. Eine Tonne kostete 3535 US-Dollar, heißt es. Auch Nickel, das zur Produktion von Edelstahl und Batterien für E-Autos benötigt wird, stieg im Kurs aufgrund der Sorgen der Aktionäre, Lieferketten könnten unterbrochen werden. Dreimonatsnickel stieg um 3,4 Prozent auf 25.110 pro Tonne. Russland exportiert etwa 10 Prozent des globalen Nickels.

Aluminium scheint jedoch das am stärksten gefährdetste Industriemetall zu sein – davon zumindest geht Carsten Menke, Analyst bei Julius Bär, laut Reuters aus. Und Analysten von Goldman Sachs halten dem Bericht zufolge fest: „Das Hauptrisiko für den Aluminiummarkt besteht darin, dass der Verlust dieser Aluminiumoxidversorgung zu einer eventuellen Einstellung der primären Schmelzkapazität in Russland führt, wobei eine Produktion von rund 900.000 Tonnen pro Jahr gefährdet ist.“

Auch die Preise für Kuper stiegen (1,7 Prozent). Zink legte ebenfalls zu (2,1 Prozent), Blei stieg um 1,2 Prozent und Zinn um 1,3 Prozent, heißt es.