Wenn es um ihr Frühstücksei geht, achten inzwischen viele Menschen auf die Herkunft: Bio, Freiland- oder Bodenhaltung. Doch unter welchen Umständen die Eier produziert werden, die in verarbeiteten Lebensmitteln stecken, wissen die Wenigsten. Dabei besteht gerade hier die Gefahr, dass Eier aus Käfig- oder Kleingruppenhaltung – Erstere ist in Deutschland seit Anfang 2010 nicht mehr erlaubt – verarbeitet wurden. Eier stecken nicht nur in Nudeln, Keksen und Kuchen, sondern kommen auch als Bindemittel in Eiscreme, zur Schaumbildung in Soufflés sowie bei der Herstellung von Wein, Kosmetik und medizinischen Produkten zum Einsatz.

Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung (KAT) will Verbrauchern mit einem Prüfsiegel die Möglichkeit geben, Eiprodukte zu kaufen, die sie mit gutem Gewissen verzehren können.

Das Logo mit der orangenen Henne für aufgeschlagene Eier kennzeichnet nur Lebensmittel, in denen nachweislich keine Eier aus Käfig- oder Kleingruppenhaltung stecken. Bei letzterer hat eine Henne zwar 0,8 Quadratmeter Platz, eine Sitzstange und ein Sandbad, aus Sicht von Tierschützern bietet sie den Tieren aber immer noch nicht genug Platz.

Einer der Hersteller, die das Siegel nutzen, ist der baden-württembergische Nudelhersteller Buck, der für die Herstellung seiner Nudeln ab sofort nur noch Eier aus kontrolliert alternativer Bodenhaltung verwendet. Die Produkte tragen das Logo gut sichtbar auf der Oberseite der Verpackung. Der 1995 gegründete Verein KAT gilt als eine der wichtigsten Kontrollinstanzen bei der Prüfung von Eiern in Deutschland und benachbarten EU-Ländern. Er steht hinter der Einführung der Kennziffern eins bis drei für die Haltungsform. Sein Ziel ist es, Eier lückenlos zu kontrollieren und die Warenbewegungen vom Legebetrieb bis zum Verbraucher in zu erfassen. Dazu hat KAT eine Internetdatenbank angelegt. Dem Kontrollsystem sind inzwischen gut 200 Packstellen mit mehr als 5000 Legebetrieben angeschlossen.