Berlin - Der große Wurf ist es nicht, eher ein zaghafter Vorstoß. Doch immerhin hat sich jetzt auch die Union aus der Deckung gewagt, ein Wahlprogramm präsentiert – und das Thema Rente nicht ausgespart. CDU und CSU wollen die private Vorsorge fürs Alter stärken. So sollen sich Selbstständige absichern müssen, Geringverdiener in die betriebliche Altersvorsorge einbezogen werden und bei der gefloppten Riester-Rente ist ein neuer Anlauf geplant. Eine Stellschraube hier, etwas Kosmetik dort. Die Parteien, die mit großer Wahrscheinlichkeit auch die nächste Bundesregierung anführen, präsentieren sich seltsam ambitionslos.

Dabei ist längst klar: Die deutsche Rentenpolitik ist dabei, sich in eine Sackgasse zu manövrieren. Erst kürzlich hat der wissenschaftliche Beirat beim Bundeswirtschaftsministerium Alarm geschlagen. Die Ökonomen warnen vor einem „Finanzierungsschock“, der die Rente schon bald treffen könnte. Es war ein Blick in den Abgrund. Die Demografie spielt dabei nur eine Rolle. Bald gehen die Babyboomer in Rente, gleichzeitig werden die Menschen immer älter – und beziehen damit auch länger Rente. Spätestens 2035 müssten zwei Erwerbstätige einen Rentner finanzieren.

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