Das gesetzliche Rentenniveau droht langfristig noch deutlich stärker zu sinken als bislang in der Öffentlichkeit diskutiert. Nach Berechnungen des Freiburger Prognos-Instituts könnte das Sicherungsniveau von derzeit 47,7 Prozent bis 2040 auf 41,7 Prozent fallen. Die zugrundeliegenden Annahmen ähneln denen der Bundesregierung, die aber nur bis zum Jahr 2029 vorausrechnet und zu diesem Zeitpunkt ein Niveau von 44,6 Prozent erwartet. Das Rentenniveau beschreibt das Verhältnis einer Eckrente nach 45 Beitragsjahren zum Durchschnittslohn der arbeitenden Bevölkerung.

Die neue Studie, die im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erstellt wurde, dürfte die emotional geführte Rentendebatte hierzulande weiter anheizen. Die Union diskutiert eine Stabilisierung des Rentenniveaus oberhalb von 43 Prozent. SPD-Chef Sigmar Gabriel hat gefordert, das Niveau dürfe nicht unter das heutige Niveau fallen. Und die Linkspartei fordert eine Anhebung auf 53 Prozent.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.