Rock Tech: Mit Ansiedlung in Guben im Zeitplan

Trotz Hindernissen und einer Verschiebung des Starts der Lithium-Produktionsanlage von Rock Tech in Guben (Spree-Neiße) sieht sich das kanadische Unternehmen...

ARCHIV - Hinter einem Werbeaufsteller der Stadt Guben ist eine leere Fläche zu sehen.
ARCHIV - Hinter einem Werbeaufsteller der Stadt Guben ist eine leere Fläche zu sehen.Patrick Pleul/dpa/Archivbild

Guben-Trotz Hindernissen und einer Verschiebung des Starts der Lithium-Produktionsanlage von Rock Tech in Guben (Spree-Neiße) sieht sich das kanadische Unternehmen im Zeitplan. Am vergangenen Freitag war bekanntgeworden, dass sich durch gestörte Lieferketten der Start um ein halbes Jahr von Ende 2024 auf das zweite Quartal 2025 verzögert. „Der Zeitplan ist ambitioniert, aber wir glauben, er ist realistisch“, sagte Unternehmenssprecher André Mandel am Mittwoch.

Das Brandenburger Wirtschaftsministerium will die Verschiebung nicht überbewerten. Die Ansiedlung sei ein großes Investitionsvorhaben. Verschiebungen habe es bei anderen Ansiedlungen auch gegeben, sagte Staatssekretär Hendrik Fischer im Wirtschaftsausschuss. Rock Tech könne ein wichtiger Baustein bei der Gesamtwertschöpfungskette der Batterieproduktion in Brandenburg sein.

Unter anderem ist laut Unternehmen geplant, nur zwei statt der drei vorgesehenen Teilgenehmigungen einzureichen. Die erste Teilgenehmigung könnte in diesem Jahr erfolgen. Dabei geht es die Baugenehmigung durch die Landesumweltbehörde. Die zweite Teilgenehmigung solle zeitnah eingereicht werden. In einem ersten Schritt sollen demnach Verwaltungsgebäude und Labor errichtet werden. Die zweite Teilgenehmigung umfasst die eigentliche Anlage.

Das Unternehmen plant eine Anlage zur Herstellung von batteriefähigem Lithiumhydroxid für Elektroautos. In Guben sollen jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid für die Batterien von 500.000 Elektroautos produziert werden. Rund 470 Millionen Euro sollen investiert werden. Nach Angaben des Unternehmens sollen 170 Arbeitsplätze entstehen.

Trotz gestiegener Kosten werde das Unternehmen in der Lage sein, die Investitionskosten zu begleichen, sagte Mandel. Zudem spreche man mit der staatlichen Bank KfW und der Europäischen Investitionsbank über Mittel. Es gibt nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums auch zwei Anträge des Unternehmens auf Fördermittel der landeseigenen Investitionsbank - in welcher Höhe, wurde im Wirtschaftsausschuss nicht mitgeteilt.