Das Start-up Nestpick, das Rocket Internet als eine Art Airbnb für Studentenwohnungen lancierte, gehört schon lange zu den Sorgenkindern der Berliner Firmenfabrik. Zwar hatte Nestpick noch vor einem Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag einsammeln können, doch wurden dort in diesem Sommer etliche Mitarbeiter entlassen. Nun gibt es einen Neustart mit neuem Geschäftsmodell.

Millionen für Umzugs-Start-up

Als Online-Plattform will das Jungunternehmen möblierte Wohnungen und Zimmer in europäischen Metropolen vermitteln. „Wir haben uns Zeit genommen, das Geschäftsmodell gründlich zu analysieren und anzupassen. Die Nachfrage nach möblierten Wohnungen wächst stetig. Darin sehen wir eine große Chance“, sagt Ömer Kücükdere, der seit August das Unternehmen leitet und Nestpick nun zum Marktführer ausbauen will. Aktuell hat Nestpick über 40 000 Unterkünfte in 17 europäischen Städten im Angebot.

Auf unmöblierte Wohnungen und insbesondere den Umzug dorthin hat sich indes das Start-up Move24 spezialisiert, das gerade bei Investoren insgesamt rund 13 Millionen Euro einsammeln konnte. Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin seinen Service ausbauen. Der gesamte Umzug soll künftig mit einem Klick ermöglicht werden. Bemerkenswert dabei: Innogy, die Tochter des Energieriesen RWE, gehört zu den Investoren und wird bereit stehen, wenn der Umgezogene einen neuen Versorger für Strom, Gas und Internet benötigt. (BLZ)