US-Präsident Donald Trump.
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Die US-Wirtschaft wird noch eine lange Zeit benötigen, bis das Vorkrisenniveau erreicht ist. In einer am Freitag veröffentlichten Befragung der Nachrichtenagentur Reuters sagten fast zwei Drittel der rund 60 befragten Volkswirte, dass sie dafür zwei oder mehr Jahre veranschlagen. Die übrigen erwarten, dass es ein Jahr bis zwei Jahre dauern wird. Keiner der befragten Volkswirte veranschlagt dafür weniger als ein Jahr. Fast 60 Prozent der Ökonomen sehen eine hohe oder sogar sehr hohe Gefahr, dass sich die Erholung am US-Arbeitsmarkt gegen Ende des Jahres umkehrt. Dies könnte im Fall einer zweiten Welle der Corona-Pandemie geschehen.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Corona-Pandemie ist in den USA erstmals seit mehr als drei Monaten wieder angestiegen. In der Woche bis einschließlich 18. Juli stellten 1,416 Millionen Menschen einen entsprechenden Antrag, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Das war eine Zunahme um 109.000 verglichen mit der Vorwoche. Die Werte zeigen, dass sich die größte Volkswirtschaft der Welt weiter in der Krise befindet. Die Neuanträge spiegeln die kurzfristige Entwicklung des Arbeitsmarkts wider.

Der Ökonom Bob Doll vom US-Vermögensverwalter Nuveen sagte Reuters, dass mit der Krise 22 Millionen Jobs verloren gingen, dann aber „erstaunlicherweise“ binnen zwei Monaten wieder acht Millionen geschaffen wurden: „Ich denke, wir werden noch weitere sieben bis acht Millionen zurückbekommen. Doch nicht binnen zwei Monaten.“ Dafür werde man wohl das ganze Jahr brauchen. Bis der Rest der verloren gegangenen Stellen zurückkehre, werde es aber „weit länger“ dauern. (BLZ mit Reuters, dpa)

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