Berlin - Beim Ausbau des 5G-Mobilfunknetzes steht Berlin im deutschlandweiten Ranking laut Senat sehr gut da. „Berlin ist im Vergleich der Flächenbundesländer bereits deutlich weiter fortgeschritten und liegt im Vergleich mit den Stadtstaaten vorn“, antwortete der Senat auf eine CDU-Anfrage. Geplant sei eine vollständige 5G-Versorgung aller Haushalte, Firmen und Straßen bis spätestens 2025.

Nach den Daten hat Berlin eine Flächenversorgung mit 5G von 61 Prozent. Es folgen Hamburg mit 57 Prozent und Bremen mit 33 Prozent. Bei den Flächenländern liegt Sachsen mit 17 Prozent vorne.

Der Ausbau für eine neue Mobilfunkgeneration sei üblicherweise ein jahrelanger Prozess, hieß es weiter. In Berlin gebe es mehr als 3000 Standorte mit Mobilfunkantennen. Jeder der drei großen Funknetzbetreiber in Berlin, Telekom, Telefonica, Vodafone, müsse etwa 1000 Mobilfunkstandorte neu ausrüsten oder zum Teil neu aufstellen.

Im U-Bahnnetz sei man noch nicht so weit, so der Senat. „Der 5G-Mobilfunkausbau in der Berliner U-Bahn wurde noch nicht begonnen.“ Demnächst sei dort aber die Erweiterung zur LTE-Versorgung durch alle Netzbetreiber abgeschlossen, damit gebe es auch die Voraussetzungen für 5G.

Vodafone wies darauf hin, dass in Berlin auch der Ausbau der 5G+ Technologie, der nächsten Mobilfunkstufe, vorangeschritten sei. Damit sollen noch viel schnellere Reaktionszeiten möglich sein, die wichtig sind für die Vernetzung von Robotern in der Industrie, den vernetzten Straßenverkehr, aber auch für Computerspiele und die sogenannte Virtual Reality, also virtuelle Welten. An ersten Standorten sei 5G+ freigeschaltet. Eines der dafür benötigten sogenannten Echtzeit-Rechenzentren stehe in Berlin, was die Reaktionszeiten zusätzlich verkürze.