Das Konzept: Die Wista-Management GmbH und ihre Tochtergesellschaften könnte man als die gute Seele des Wissenschafts- und Technologieparks in Adlershof, im Südosten Berlins, bezeichnen. Sie machen all das, was nötig ist, um den Standort voranzubringen: Technologiezentren errichten, betreiben und vermieten, Investoren, ansiedlungswillige Firmen und Gründer suchen, Grundstücke bereitstellen, für die nötige Infrastruktur samt Straßen sorgen, Wissenschaft und Firmen zusammenbringen und sich nicht zuletzt auch für das Lebensgefühl junger Leute am Standort fernab der Berliner Partyszene verantwortlich fühlen.

Das Ergebnis: Über eine Milliarde Euro sind in den Hightech-Park, den „größten dieser Art in Deutschland“ (Geschäftsführer Schmitz), bislang geflossen. In diesem Jahr überschritt die Zahl der ansässigen Firmen und wissenschaftlichen Einrichtungen erstmals die Marke von 1 000. Rund 15 500 Menschen arbeiten hier, hinzu kommen fast 10 000 Studenten. Und der Standort ist auf Wachstum ausgelegt: Bis 2020 sollen weitere 200 Firmen dazukommen, die dann insgesamt 20 000 Mitarbeiter beschäftigen sollen.

Die Zukunftsbranchen: Adlershof setzt auf die Bereiche Photonik und Optik, Mikrosysteme und Materialien, Informationstechnik und Medien, Biotechnologie und Umwelt sowie erneuerbare Energien. Selbst den Einbruch in der Solarindustrie hat der Park schadlos weggesteckt. Eine Tochterfirma der Wista ist zuständig für die Entwicklung des Flughafens Tegel nach dessen Schließung.

Der Wunsch: Geschäftsführer Schmitz setzt alles daran, „noch zwei, drei große Konzerne mit wichtigen Funktionen“ nach Adlershof zu locken. Für die Aufgabe ist die Betreibergesellschaft selbst relativ klein, aber schlagkräftig. Sie beschäftigt 38 Mitarbeiter. Das Land Berlin ist zu 100 Prozent Eigentümer der Wista.