Berlin - Fast sah es so aus, als könnten sich Union und SPD in dieser Wahlperiode nicht mehr auf das  lange angekündigte Konzept zur Förderung von Betriebsrenten einigen. Denn auf den letzten Metern stellte sich die CSU, die sich als Sachverwalter der Versicherungswirtschaft sieht, quer. Doch nun liegt ein Kompromiss vor, der bereits Ende der Woche vom Bundestag beschlossen werden soll. Im Folgenden die wichtigsten Details der Neuregelung, die auch die Riester-Rente betrifft.

Sozialpartnermodell: Zu den fünf bisher existierenden Modellen der Betriebsrente (Direktzusage, Unterstützungskasse, Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds) wird ein weiterer Weg hinzugefügt.  Das „Sozialpartnermodell“ unterscheidet sich in mehreren Punkten stark von den übrigen Formen von Betriebsrenten: Die Unternehmen müssen bei diesem Modell künftig keine Rente in einer bestimmten Höhe mehr garantieren. Diese Garantie hatte bislang viele Firmen davon abgehalten, überhaupt eine Betriebsrente anzubieten. Denn der Arbeitgeber muss bisher die Haftung übernehmen, wenn die zugesagte Rente nicht erwirtschaftet wird. Für diesen Fall mussten Rücklagen gebildet werden.  Künftig gibt es nur noch eine „Zielrente“: Es wird also kein fester Betrag mehr zugesichert, sondern nur ein Ziel genannt. Damit  kommen die  Unternehmen auch aus ihrer bisher bestehenden Haftung.

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