Der Kleiderschrank quillt über, das Portemonnaie leider nicht? Gerade bei Klamotten kann man eine Menge sparen.
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BerlinDie Bluse im Schaufenster der Modekette scheint einem auf den Leib geschneidert. Der 70. Geburtstag von Oma wird groß gefeiert – ein neues Kleid muss her. Dieses Denken kommt Ihnen bekannt vor? Dabei ärgern Sie sich oft im Nachhinein über einen vielleicht doch unnötigen Klamotten-Kauf. Der Kleiderschrank platzt schon lange aus allen Nähten – das kennen vor allem Eltern von Kleinkindern -, im Portemonnaie hingegen ist Ebbe angesagt. Merken Sie etwas? Es ist höchste Zeit für ein paar Veränderungen, mit denen Sie sich wohler fühlen und Geld im Alltag sparen.

Misten Sie Ihren Schrank aus

Am Anfang steht die Bestandsaufnahme. Die beste Freundin oder der beste Freund kann helfen. Holen Sie alle Teile aus ihrem Kleiderschrank heraus, kontrollieren Sie zunächst die Größen. Was nicht mehr passt, kommt auf den Stapel für Aussortiertes. Gleiches gilt selbstverständlich für alle Teile, die Sie nicht mehr sehen können. Auf einen zweiten Haufen legen Sie Kleidung, die ein Update braucht, dazu kommen wir später. Sie werden sehen, wie schnell sich die Menge Ihrer Kleidung halbieren lässt. Und diese Ordnung fühlt sich gut an.

Noch ein Tipp für alles, das auf Kleiderstangen hängt: Drehen Sie alle Bügel um und nur das wieder richtig herum hinein, dass Sie angezogen haben. Alle Klamotten, deren Bügel nach einem halben Jahr noch falschherum hängen, gehören spätestens dann auch aussortiert.

Flohmarkt oder Onlineverkauf?

Sie brauchen dringend ein paar Euro, weil es am Monatsende wieder knapp wird? Dann ab auf den Flohmarkt. Verkaufen Sie ihre alten Jeans, Mäntel oder Schuhe. Das ist nicht nur gut für ihren Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.

Alternativ kann man über Portale wie Ebay oder Kleiderkreisel seine Second-Hand-Kleidung online anbieten. Das macht natürlich Arbeit, wenn man alles ordentlich fotografieren und beschreiben will. Tipp: Die Geduld nicht verlieren. Oft verkaufen sich Sachen am Monatsanfang besonders gut, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt schon eine Weile online stehen.

Tauschen Sie mit Ihren Freundinnen

Die grüne Hose fanden Sie letztes Frühjahr absolut toll, fühlen sich jetzt aber gar nicht mehr wohl darin. Sein Sie sich sicher, dass es ihren Freundinnen genauso geht. Laden Sie ihre Clique zu einem munteren Tauschabend ein. Jeder bringt zehn Teile mit, die er nicht mehr anziehen mag. Sie steuern die Flasche Sekt dazu bei und los geht das Tauschvergnügen. So erneuern Sie Ihren Kleiderschrank, ohne dafür Geld in die Hand nehmen zu müssen. Klappt auch hervorragend mit Kinder-Klamotten, die meist zu klein sind, bevor sie ein viertes oder fünftes Mal getragen sind.

Flicken gegen Löcher

Apropos Kinderklamotten: Die eine Lieblingshose gibt es dann aber doch, die nach der Wäsche kaum den Weg in den Kleiderschrank findet, bevor sie schon wieder angezogen wird. Kein Wunder, dass gerade solche Teile oft mit Löchern übersäht sind. Bügelbilder eignen sich, um Ausfransen zu verhindern.

Außerdem werten die bunten Applikationen die Kleidungsstücke für den Nachwuchs meist noch mehr auf. Ist Ihre eigene Hose betroffen – oder ein Pullover, T-Shirt, was auch immer – bügeln sie mit Vliesofix einen farbliche passenden Stoff von innen gegen das Loch. Bei kleinen Löchern verschließt das die Stelle meist fast unsichtbar.

Aus alt macht neu

Gegen Langweile im Kleiderschrank können Sie auch selbst kreativ werden. Das Material ist meist preiswert, der Effekt aber riesig. Wie wäre es mit einem Bügelbild oder aufgesetzten Perlen. Wer etwas mehr Glamour mag, klebt mit Textilkleber Strasssteine auf. Auch ein aufgesetzter Fake-Reißverschluss auf der Schulternaht eines Pullis kann zum Hingucker werden. Ihr Shirt mit V-Ausschnitt bekommt mit einer eingesetzten Spitze einen edlen Look.

Auch toll: Aus Papas ausrangierten Hemd zaubert man mit nur zwei Nähten ein neues Kleid für den Nachwuchs. Auch die alte Jeans kann mit etwas handwerklichem Geschick und einer Nähmaschine dank zahlreicher Anleitungsvideos auf dem Internet ein zweites Leben in Kindergröße bekommen.