Wer nicht auf sein Auto verzichten kann, spart mit kleinen Tricks trotzdem einiges Geld.
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BerlinEin Auto ist teuer. Die monatliche Versicherung, vielleicht noch eine Rate vom Kredit. Dazu Spritkosten und Ausgaben in der Werkstatt. Da läppert sich einiges zusammen. Klar, am meisten spart, wer keinen eigenen Pkw hat oder diesen zumindest nicht so oft nutzt. Aber nicht für jeden sind Fahrgemeinschaften eine praktikable Lösung. Wer schlau plant und einige Tipps beachtet, kann trotzdem rund ums Auto eine Menge Geld sparen.

Fahrweise optimieren

Das A und O beim Spritsparen ist eine optimierte Fahrweise. Klar, man sollte das Auto nur für Strecken benutzen, auf denen es sich lohnt. Der Supermarkt um die Ecke muss wegen eines vergessen Stückes Butter nicht mit dem Auto angefahren werden. Auch das Warmlaufenlassen des Motors ist seit den 80er Jahren nicht mehr nötig und verbraucht unnötig Sprit.

Nächster Tipp: Schalten Sie rechtzeitig hoch. Schon eine Wagenlänge im ersten Gang reicht zum Anfahren. Danach gilt: Spätestens bei 2000 Umdrehungen/Minute sollte der nächste Gang eingelegt werden. Als Faustregel kann man sich im Stadtverkehr merken: bei 30 km/h im dritten Gang, bei 40 km/h im vierten Gang, bei 50 km/h im fünften Gang fahren. Wer es dann noch schafft, durch vorausschauendes Fahren im fließenden Verkehr mit zu schwimmen, ohne abrupt abzubremsen und zu schnell anzufahren, spart noch mehr Sprit.

Der richtige Reifendruck

Wann haben Sie zum letzten Mal den Reifendruck bei Ihrem Auto kontrolliert? Es wird mal wieder Zeit. Etwa einmal im Monat empfehlen Experten, oder bei jedem zweiten Tankstopp – und das nicht nur aus Gründen der Sicherheit. Mit dem richtigen Reifendruck lässt sich bares Geld sparen. Etwa einen halben Liter mehr auf 100 Kilometern verfährt man mit zu niedrigem Reifendruck. Das kann sich mit der Zeit und vor allem für Vielfahrer ordentlich summieren. Wer 1000 km im Monat unterwegs ist, zahlt mitunter sieben Euro mehr für Sprit – jährlich macht das mehr als 80 Euro aus.

Luftfilter sauber halten

Wussten Sie, dass sie mit einem verschmutzten Luftfilter bis zu sieben Prozent mehr Sprit verbrauchen? Durch den verschmutzten Luftfilter strömt weniger Verbrennungsluft in den Motor. Um die gleiche Leistung zu erbringen, regelt die Motor-Elektronik moderner Fahrzeuge mit Direkteinspritzung nach und erhöht die eingespritzte Kraftstoffmenge. Was hilft? Den Luftfilter reinigen. Und das kann man problemlos allein erledigen. Meist sind nur ein paar Clips und der Deckel zu entfernen. Dann den groben Schmutz abklopfen und mit einem Staubsauger den feinen Staub entfernen.

Werkstattkosten reduzieren

Verabschieden Sie sich als erstes von dem Ammenmärchen, dass nur die Wartung bei herstellergebundenen Werkstätten die Garantie erhält. Freie Werkstätten bieten meist dieselbe Leistung und denselben Service wie ihre teureren Mitbewerber. Ausnahmen sind kostenfreie Reparaturen im Rahmen der Gewährleistung, diese müssen beim Verkäufer direkt durchgeführt werden, also meist bei einer Vertragswerkstatt.

Fragen Sie bei Reparaturen außerdem gezielt nach Teilen des freien Marktes – diese sind meist deutlich günstiger und genauso gut wie Marken-Ersatzteile.

Sparen beim Autokauf

Und was ist, wenn man um den Kauf eines neuen Autos nicht herumkommt? Hier fährt man mit einem Gebrauchten natürlich um einiges günstiger. Holen Sie sich Angebote verschiedener Händler ein und seien Sie mutig, wenn es um Preisverhandlungen geht.

Eine Faustregel besagt, dass Händler oftmals zehn bis zwanzig Prozent Spielraum haben, wenn es um Rabatte geht. Auch indirekte Rabatte wie etwa eine kostenfrei Wartung, ein neuer Satz Reifen oder Tankgutscheine können interessant sein. Wer flexibel ist, schaut sich nicht nur in der näheren Umgebung nach einem Auto um. Ist man bereit, seinen Neuen aus einer anderen Stadt zu holen, ist die Auswahl an Schnäppchen größer.