Düsseldorf - Es ist für jeden Bankkunden eine schlimme Vorstellung: Per E-Mail wird man informiert, dass das eigene Konto gesperrt ist. Diese Angst machen sich Betrüger immer wieder zunutze und versenden gefälschte Phishing-Mails, um Bankkunden abzuzocken.

Wie in den vergangenen Monaten bereits berichtet, sind die Nachrichten zum Beispiel im roten Gewand der Sparkasse verpackt. Sie beinhalten das entsprechende Logo und Design, haben mit der Bank aber selbstverständlich nichts zu tun.

Deutlich wurde das zuletzt auch im Fall von Dimitri R., der die Sparkasse bei Facebook auf den Phishing-Versuch aufmerksam machte.

Er stolperte in seinem E-Mail-Postfach über die Mitteilung, dass sein Kundenkonto gesperrt sei und er seine Daten neu eingeben müsse – dabei ist er dort gar kein Kunde.

Davor warnt die Verbraucherzentrale NRW aktuell auf ihrer Facebookseite.

Sparkasse und Verbraucherzentrale warnen vor Phishing-Mails

Die Sparkasse nutzt die Gelegenheit, um selbst noch einmal vor Phishing-Mails zu warnen und gibt Hinweise um sich zu schützen. Kunden sollen nur auf Mails der Sparkasse reagieren, wenn diese „mit dem vollständigen Namen einer unserer beinahe 400 Sparkassen in Deutschland versehen“ sei. Zudem beinhalten diese Mails stets eine persönliche Anrede an den Kunden.

Betrüger machen Jagd auf sensible Daten

Daher Achtung: Nicht die Sparkasse fragt hier nach sensiblen Daten, sondern sogenannte Phishing-Betrüger. Die machen derzeit wieder mit solchen falschen Mails Jagd auf Daten.

Phishing-Versuche zielen direkt auf die Bankdaten ab und können besonders lukrativ für Betrüger sein.

Deshalb: Auf keinen Fall Daten eingeben oder Anhänge öffnen, und die Mail am besten unbeantwortet in den Spam-Ordner schieben, empfiehlt die Verbraucherzentrale.

Phishing-Mails stammen scheinbar von der Sparkasse: Links führen auf falsche Internetseiten

Phishing ist ein Kunstwort aus „Password" und „fishing" und steht für das Stehlen von Passwörtern.

Die Betreffzeile dieser Mails kann alternativ auch lauten: „Ihr Konto wurde vorübergehend gesperrt". In der so dringend klingenden Mail lockt ein Link auf eine falsche, täuschend echt aussehende Sparkassen-Seite, in die die PIN und die TAN eingegeben werden soll. So erbeuten die Datendiebe dann die Informationen. 

Nicht nur Kunden der Sparkasse, auch Kunden anderer Banken wie der HypoVereinsbank können betroffen sein. (mg)